Materialwahl
Nutze durchgefärbte Naturpapiere: Der Toner besitzt eine außergewöhnliche Deckkraft und bildet eine randscharfe, strahlende Barriere, auf der selbst filigrane Illustrationen perfekt zur Geltung kommen.
Druck
Viele sehen im Toner-Digitaldruck nur das schnelle Werkzeug für Kleinauflagen. Wer das Verfahren jedoch material- und designtechnisch versteht, entdeckt darin ein eigenständiges gestalterisches Ausdrucksmittel. Beim Toner-Verfahren wird feinstes Polymerpulver elektrostatisch auf den Bogen übertragen und unter Hitze und Walzendruck auf die Papieroberfläche aufgeschmolzen.

Genau hier liegt die Faszination: Die Farbe dringt nicht in die Faser ein, sondern bildet eine mikroskopisch tastbare, geschlossene Schicht. Eine ideale Möglichkeit, um auf Karten, Covern oder Flyern ein visuelles Highlight zu setzen: Auf einem offenporigen, rauen Naturpapier entsteht ein markanter Kontrast zwischen dem stumpf-matten Papier und der seidenmatt schimmernden, plastischen Tonerschicht. Du erhältst ein tiefes, sattes Schwarz mit gestochen scharfen Kanten und eine leicht spürbare Reliefwirkung – ganz ohne zusätzlichen Lackauftrag.
Im Digitaldruck





Datenanlage
Nutze die Deckkraft des Toners als Gestaltungselement: Lege große, fette Typografie oder flächige Icons bewusst auf rauen, hellen Naturpapieren an. Das Zusammenspiel aus samtigem Papierweiß und seidenmatt reflektierendem Tiefschwarz wirkt sehr edel.
Die perfekte Wahl für ausdrucksstarke Kleinstserien, Akzidenzen mit bewusstem Matt-Glanz-Kontrast sowie deckenden Weißdruck auf tiefschwarzen oder durchgefärbten Naturkartons.
Von Auflage 1 bis ca. 200 Bogen. Da keinerlei Platten belichtet oder Farbwerke eingerichtet werden müssen, druckt das System ab dem ersten Exemplar in voller Farbdeckung.
Visitenkarten, Einladungskarten, Flyer und Hangtags auf haptischen Feinstpapieren.
Höchste optische Dichte: Schwarzflächen und Texte sacken nicht in die Papierfaser ab, sondern stehen mit maximaler Schwärzung und Kantenschärfe auf der Oberfläche. Sofort nach der Fixierung absolut wischfest und bereit für Schnitt und Weiterverarbeitung.
Reizvolles Wechselspiel aus Haptik und Optik: Setze fette Headlines oder filigrane Vektoren gezielt als glatte, erhabene Elemente auf raue Naturpapiere.
Wo andere Digitaldrucksysteme bei 400 µm an ihre Grenzen stoßen, kennt der Toner-Digitaldruck für Einzelbogen quasi keine Obergrenze: Bis zu 600 µm Materialstärke wandern bei uns problemlos durch den Bogenlauf. Das entspricht – je nach Papiervolumen – massiven Kartons von 400 bis 450 g/m² und mehr.
Die perfekte Symbiose für Broschüren: Produziere den Innenteil im Inkjetdruck, damit die Seiten weich fallen, das Papier offenporig bleibt und ein natürliches Blättererlebnis entsteht. Den Umschlag druckst du im Tonerdruck auf besonders schweren, dicken Kartons (bis 600 µm). So verleihst du deiner Publikation einen extrem stabilen, repräsentativen Auftritt, ohne im Inhalt Abstriche bei der Papierhaptik zu machen.
Cleverer Budget-Hebel bei Kleinauflagen: Da im Tonerdruck keine Kosten für Druckplatten oder aufwendiges Maschineneinrichten anfallen, bleibt selbst bei kleinen Auflagen Budget übrig. Nutze diesen Kostenvorteil, um deine Drucksache mit einer echten Heißfolien- oder Blindprägung zu krönen. So entsteht aus einer kleinen Auflage ein spürbar edles Premiumprodukt zu überraschend wirtschaftlichen Gesamtkosten.
Maximales Materialgewicht ohne Toner-Spiegelung: Du möchtest die enorme Stärke eines besonders dicken Kartons nutzen, willst aber auf großen Volltonflächen nicht die verfahrensbedingt glattere, versiegelte Toneroberfläche spüren? Dann wähle eine beidseitige Matt- oder Softtouch-Cellophanierung. Sie vereinheitlicht die gesamte Fläche zu einem homogenen, samtigen Finish. Als besonderes optisches und haptisches Highlight setzt du darauf einen partiellen 3D-UV-Lack, der Details wie Wassertropfen oder plastische Typografie glasklar heraushebt.
Nutze durchgefärbte Naturpapiere: Der Toner besitzt eine außergewöhnliche Deckkraft und bildet eine randscharfe, strahlende Barriere, auf der selbst filigrane Illustrationen perfekt zur Geltung kommen.
Wenn du Klappkarten gestaltest, vermeide nach Möglichkeit massive 400 %-Farbflächen direkt auf der Rilllinie. Ein kompakter, einfarbiger Farbauftrag lässt sich deutlich elastischer vorbrechen und garantiert eine makellose Falzkante.
Die besten Ergebnisse erzielst du auf glatten Oberflächen. Bei extrem tief geprägten Papieren (wie schwerem Leinen- oder Hammerschlagpapier) erreicht das elektrostatische Feld die tiefsten Papiertäler nicht immer zu 100 %, was zu reizvollen, aber bewusst einzukalkulierenden Vintage-Strukturen führen kann.
Typografisch absolute Spitzenklasse: Positive Vektorlinien stehen bereits ab 0,03 mm stabil auf dem Bogen, und Schriften bleiben selbst bei 4 pt gestochen scharf lesbar.
Die Produktion rechnet sich weitgehend linear über feste Klickpreise. Für mittlere und große Auflagen übernimmt unser Inkjetdruck in Schweinfurt und danach unser Bogenoffsetdruck in Schrobenhausen.
Das Zusammenspiel aus Fixierhitze und Walzendruck entzieht dem Papier kurzzeitig Restfeuchte. Plane für den Vorder- zu Rückseitenpasser eine Toleranz von ca. ±0,5 mm bis ±1 mm ein.
Im Gegensatz zu Inkjettinten oder Offsetfarben besteht Toner aus feinsten Polymerharzen, die unter Hitze aufgeschmolzen werden. Die Farbe wird nicht vom Papier aufgesaugt, sondern legt sich als spürbare, 5 bis 10 µm dicke Schicht auf die Oberfläche. Wo Farbe liegt, wird das Papier glatter und erhält einen feinen Glanz. Auf griffigem Feinstpapier erzeugst du damit spannende Kontraste zwischen der natürlichen Rauheit des Papiers und der geschmeidigen Eleganz deiner Bild- und Textelemente.
Da die Farbpartikel nicht in die Hohlräume der Papierfasern abtauchen, geht kein Licht im Faserinneren verloren. Der Toner versiegelt die Oberfläche im Druckbereich vollständig. Das Ergebnis ist eine kompromisslose optische Dichte: Schwarz wirkt tiefschwarz, satt und blickdicht – ohne den grauen Schleier, der auf ungestrichenen Papieren im Offset- oder Inkjetdruck entstehen kann, wenn Farben zu tief wegschlagen.
Was auf einer Visitenkarte oder einem Umschlag edel wirkt, kann bei einer 64-seitigen Broschüre stören: Viele tonerbedruckte Seiten machen den Buchblock steifer, die Bogen schlagen schwerer auf und dicke Farbflächen können aneinander reiben. In Schweinfurt nutzen wir industriellen Inkjetdruck, bei dem die Tinte tief in die Faser einzieht. Das Papier bleibt offen, flexibel und leicht zu blättern – und in unserer dortigen Buchbinderei fertigen wir daraus Magazine und Kataloge mit unerreichtem Lesekomfort.
Weil die fixierte Polymerschicht relativ fest und starr ist, würde ein einfacher Knick im Falzwerk die Farbschicht wie eine Glasscheibe brechen lassen. Die Folge wären ausgefranste, weiße Bruchkanten. Deshalb rillen wir das Material vor dem Falzen mit maßgeschneiderten Rillwerkzeugen. Die Faser wird elastisch gedehnt und so ein Aufbrechen verhindert.
Konfiguriere dein Druckprodukt in wenigen Schritten.