Druck

Offset­druck

Wenn es um mittlere und hohe Auflagen geht, bleibt der Bogenoffsetdruck in Schrobenhausen der Maßstab für industrielle Präzision. Als mechanisches Impact-Verfahren übertragen wir die Druckfarbe über ein elastisches Gummituch unter hohem Anpressdruck hauchdünn auf den Bogen. Das Gummituch gleicht mikroskopische Unebenheiten im Papier perfekt aus – ohne dass Farbe verläuft, spritzt oder die Faser versiegelt.

Ein Drucker nimmt mit dem Spachtel leuchtend rote Offsetfarbe aus der Dose, daneben ein Farbklecks auf dem Farbfächer.

Das Ergebnis ist maximale Rasterschärfe: Filigrane Typografie, feine Haarlinien und ruhige Farbverläufe gelingen optimal, während die natürliche, samtige Haptik des Papiers unter deinen Fingern vollständig spürbar bleibt.

Im Drucksaal in Schrobenhausen

Ein Drucker greift in das geöffnete Farbwerk der Offsetmaschine.
Am Farbwerk
Ein Drucker stellt am Leitstand die Farbzonen der Offsetmaschine ein.
Farbzonen am Leitstand
Ein Drucker füllt schwarze Farbe in den Farbkasten eines Druckwerks.
Farbe in den Farbkasten
Ein Drucker hält einen frisch gedruckten Bogen prüfend gegen das Licht.
Bogenkontrolle im Gegenlicht
Ein Drucker beugt sich mit dem Fadenzähler über einen Druckbogen am Leitstand.
Raster und Passer unter dem Fadenzähler

Datenanlage

Reines Schwarz (100 % K) wirkt auf großen Farbflächen lasierend und stumpf. Lege Flächen für ein tiefes, neutrales Schwarz mit 40 % Cyan an (40/0/0/100). Das erzeugt eine satte Farbwirkung bei schlanken 140 % Gesamtfarbauftrag und verhindert zuverlässig, dass frische Bogen im Stapel aufeinander abfärben.

Aber Achtung: Fließtexte, Strich- oder QR-Codes müssen zwingend mit 100 % K angelegt werden, da es sonst zu unschönen Blitzern kommt.

Auf einen Blick

Farben
CMYK + Pantone / HKS
Wirtschaftlich
ab ca. 500 Bogen
Farbauftrag
unter 1 µm
Passertoleranz
± 0,05–0,1 mm
Positive Linie
ab 0,04 mm
Negative Linie
ab 0,1 mm

Praxistipps & Grenzen

Materialwahl

Wenn du eine haptisch offene Oberfläche suchst, wähle Naturpapiere mit einer guten Oberflächenleimung wie z. B. Olin. Schlecht geleimte Papiere saugen die Bindemittel der Farbe so schnell auf, dass Pigmente an der Oberfläche kreiden und bei mechanischer Reibung abfärben.

Gestaltungstipp

Planst du Klappkarten oder Umschläge, die später gerillt und gefalzt werden? Halte dunkle Fonds an der Bruchkante bewusst flach im Farbauftrag. Auch wenn Offsetfarbe deutlich flexibler bleibt als tonerbasierte Farbschichten, schützt ein reduzierter Gesamtfarbauftrag die Papierfaser beim Falzen.

Materialabhängigkeit

Auf gestrichenen Papieren verbleiben die Pigmente auf der mineralischen Deckschicht – das sorgt für knackige Kontraste und maximale Farbtiefe. Auf Naturpapieren schlägt die Farbe in das offene Fasernetzwerk weg. Das Licht bricht diffus: Dein Motiv wirkt weicher, natürlicher und etwas dunkler. Wir Drucker sprechen vom „Wegsumpfen“.

Mindestabstände

Positive Linien stehen ab 0,04 mm randscharf. Negative Linien oder filigrane Aussparungen in dunklen Mehrfarbflächen benötigen mindestens 0,1 mm, damit sie durch pastöse Farbe nicht zulaufen.

Kosten

Die Belichtung von Druckplatten und das Einrichten des Farb-Wasser-Gleichgewichts erfordern ca. 100 bis 200 Bogen Anfahrmakulatur. Für Kleinauflagen unter 500 Exemplaren ist das unwirtschaftlich – hier liefert unser Inkjetdruck die wirtschaftlichere und ressourcenschonende Lösung.

Toleranzen

Papierfasern reagieren sensibel auf Zylinderzug und Feuchtmittel. Plane mit einer Passertoleranz von ±0,05 bis 0,1 mm. Baue filigrane Schriften unter 8 pt niemals vierfarbig aus CMYK auf, da minimale Verschiebungen sofort bunte Farbsäume erzeugen.

Häufige Fragen

Im Toner-Digitaldruck wird ein Polymerpulver per Hitze aufgeschmolzen. Bei dunklen Motiven spürst du eine 5 bis 10 µm dicke Kunststoffschicht, die die Poren schließt und glänzt. Unser Inkjetdruck arbeitet mit flüssigen Pigmenttinten, die tief ins Papier einziehen, die Haptik exzellent erhalten und dem Offsetdruck sehr nahe kommen. Der Offsetdruck in Schrobenhausen presst pastöse Farben unter mechanischem Walzendruck hauchdünn (unter 1 µm) ins Papier. Er setzt sich nicht auf die Faser, sondern verbindet sich mit ihr. Das Papier fühlt sich selbst bei vollflächigem Druck exakt so rau, griffig und warm an wie das unbedruckte Material.

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