Veredelung

Farb­schnitt

Der Farbschnitt verlegt die Gestaltung auf die dritte Dimension des Papiers: die Kante. Beim Farbschnitt werden die Außenkanten des fertig beschnittenen Produktstapels mit deckenden Pigmentfarben eingefärbt.

Hohe Stapel von Visitenkarten mit bunt eingefärbten Kanten vor einer weißen Wand.

Damit die Kantenfarbe sauber steht, wird der Nutzenstapel unter hohem hydraulischem Druck absolut plan eingespannt, bei Bedarf geschliffen und anschließend mit Spezialfarben beschichtet. Der Druck verhindert, dass Farbe zwischen die einzelnen Bogen läuft. Das Ergebnis ist ein markanter architektonischer Rahmen: Liegt die Karte auf dem Tisch, setzt die Kante einen gezielten farblichen Kontrapunkt zum Produkt.

Typische Produkte

Ein Stapel schwarzer Visitenkarten mit weißem Schweinemotiv und leuchtend roten Kanten auf dunklem Stein.
Rote Kante zu schwarzer Fläche
Pinkfarbene Visitenkarten mit orangefarbenen Kanten liegen auf weißem Marmor.
Kantenfarbe aus dem Layout aufgenommen
Ein farbverschmierter Schubladenschrank mit dem Etikett „Forelle halbfett“, darüber Farbproben in Violett, Grün und Orange.
Jede Kantenfarbe wird angemischt

Datenanlage

Gib für den Farbschnitt eine Pantone- oder HKS-Nummer an. Wenn dein Layout auf der Vorderseite bereits eine Sonderfarbe nutzt, kannst du exakt diesen Ton an der Kante wieder aufnehmen.

Auf einen Blick

Auflage
50 bis ca. 1.000 Stück
Karton
ab 500–700 g/m²
Materialdicke
ca. 0,6–1,0 mm
Farben
Pantone, HKS, Neon, Pastell
Kanten
nur gerade und rechtwinklig

Praxistipps & Grenzen

Materialstärke als Grundvoraussetzung

Ein Farbschnitt entfaltet seine Wirkung erst über eine sichtbare Kante. Bei Papieren unter 400 g/m² verpufft der Effekt weitgehend. Wir empfehlen Kartons ab 500 bis 700 g/m² (ca. 0,6 bis 1,0 mm Materialdicke).

Schnittqualität

Voraussetzung für einen sauberen Farbschnitt ist ein absolut gratfreier, messerscharfer Planschnitt. Kleinste Messerscharten würden an der Kante als Unregelmäßigkeiten sichtbar.

Formateinschränkung

Nur an geraden, rechtwinklig geschnittenen Kanten realisierbar. Bei gestanzten Freiformen oder abgerundeten Ecken lässt sich der Stapel nicht gleichmäßig einfärben.

Farbverhalten bei sehr offenen Fasern

Extrem saugfähige, lose Papiere können flüssige Farbe minimal kapillar ins Blattinnere ziehen. Wir verwenden abgestimmte Farbviskositäten, um Ausbluten zu verhindern.

Materialwahl

Dicht gefilzte Feinstkartons (z. B. Colorplan, Metapaper Extrarough oder Gmund Cotton) liefern die gleichmäßigste Kantenfläche für matte Farbaufträge.

Häufige Fragen

Nein. Der Stapel wird vor dem Farbauftrag unter hohem Druck mechanisch so dicht verpresst, dass keine Farbe zwischen die Karten laufen kann. Nach dem Trocknen wird der Stapel von Hand vorsichtig gebrochen und aufgefächert.

Überzeugt? Dann legen wir los.

Konfiguriere dein Druckprodukt in wenigen Schritten.

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